Sonntag, 28. Februar 2010
Brads erstes Buch endlich auf Deutsch!
Montag, 2. Juni 2008
Spiritueller Krempel
Spiritueller Krempel, spiritueller Kack
Pack ´nen Haufen von dir in einen Sack
Nehm dich mit nach Haus
Und Stell dich dort aus
Werd dann transzendieren
Das illusorische Ich in meinem Hirn
Spiritueller Kram ist natürlich der ganze spirituelle Mist, den du in New Age Buchläden und Konsorten finden kannst. Heilkristalle, kleine Amuletts, diese kleinen Armband Dinger mit den Perlen drauf ...
Kann sein, dass es daran liegt, dass ich zu meiner Tätigkeit als spiritueller Lehrer gekommen bin wie die Jungfrau zum Kind. Ich wollte niemals ein spiritueller Lehrer oder, schlimmer noch, ein spiritueller Führer sein. Ich nehme aber an, dass viele Typen in dieser Szene es wollten. Dies war ihr Kindheitstraum. Sie übten vorm Spiegel und wünschten und hofften und machten endlich ihren Traum war. Gut für sie.
Letzten Samstag bei unserem wöchentlichen Zazen Treffen im Hill Street Center brach zwischen den üblichen zehn Leuten, die dort erscheinen, eine Diskussion darüber aus, wie wir unsere Tätigkeit ausweiten könnten. Ich sagte den Leuten dort, dass ich nicht den Wunsch habe, irgendetwas in der Art zu tun.
Ein paar von diesen Leuten waren einige Tage vorher zum anderen Ende der Stadt gegangen, um einen anderen Lehrer auszuprobieren. Sie waren erstaunt darüber, dass bei ihm jede Woche zwischen 75 und 100 Leute erscheinen und mit ihm meditieren. Wie kommt es, dass wir immer nur zehn sind? Und wie kommt es, dass wir immer noch Miete zahlen, wo wir doch Spenden sammeln und ein eigenes Zen Center für uns kaufen könnten?
So zu denken ist allerdings problematisch. Zum einen wird Zen Praxis niemals populär werden. Naja, sag niemals „nie“, stimmt's? Aber es wird nicht in nächster Zeit passieren und das ist in Ordnung. Sogar wenn 75 Leute in Hill Street auftauchten, wären trotzdem nur zehn da, denen es ernst ist, plus 65 Leute, die gekommen sind, um unterhalten zu werden. Und ich würde mich lieber nicht mit diesen anderen 65 Leuten beschäftigen müssen, die in die Quere kommen und ein Durcheinander verursachen.
Das Einzige, was diese zusätzlichen Leute wirklich beitragen, ist zusätzliches Geld. Und der einzige Grund, warum man das Geld braucht, ist eine Einrichtung zu schaffen, die diese zusätzlichen Leute unterbringen kann. Es ist wie eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt.
Bisher verdiene ich meine Brötchen durch das Schreiben und meine Arbeit im Filmgeschäft. Ich bin glücklich damit. Was das Schreiben angeht, so will ich so viele Bücher verkaufen wie nur möglich. Ich werde das Zeug anpreisen, bis ich den Geist aufgebe. Kein Problem. Kauft ein paar Bücher. Auf der linken Seite ist ein Link, um sie bei Amazon bestellen zu können. Oder seid bessere Menschen und kauft sie in eurem örtlichen Bücherladen. Und klickt jetzt zehn mal auf den Link zu meinen Suicide Girls Artikeln, damit die Leute denken ich hätte viele Leser. Kauft, kauft, kauft!!
Meine Praxis ist allerdings eine ziemlich persönliche Sache. Sie hat mir geholfen und es freut mich, sie anderen zugänglich zu machen. Ich versuche aber nicht, sie zu verkaufen. Ich sitze jeden Samstagmorgen und wenn Leute mitmachen wollen, gut. Wenn nicht, ist es auch gut.
Möglicherweise eröffne ich irgendwann einmal eine Art Zentrum. Ich möchte diese Möglichkeit nicht komplett ausschließen, aber zurzeit bin ich nicht sehr interessiert. Und auch wenn ich eine solche Einrichtung eröffnen würde - unsere Einstellung bliebe dieselbe: Wir sitzen für eine gewisse Zeit des Tages und wer möchte macht mit.
Montag, 28. Januar 2008
BDSM mit Gott
Vor ein paar Nächten traf ich eine Stripperin mit einem Three Stooges Tattoo in einer Bar namens Tigress [Tigerin, grausame Frau]. Sie gab einer meiner Begleiterinnen eine saftige Ohrfeige, während sie einen heftigen Lap Dance für sie vorführte. Sie bedrohte meine Eier mit Plateauschuhen, an deren Fersen Spikes befestigt waren. Sie zischte mir ins Gesicht, das sie auf BDSM steht. Sie sagte, dass sie riesige Angelhaken an ihrem Rücken hätte, an denen sie ihren blutenden Körper von der Decke hängen lassen würde, bis ihre Schreie von den Ziegelsteinwänden des Verlieses widerhallen würden. Sie sagte, dass ihre Schamlippen mit 5-Zoll-Nadeln durchstochen wurden. Sie sagte, dass sie jahrelang für Lloyd Kaufman von Troma gearbeitet hätte. Ich habe gehört, wie das sein soll. Die Lady konnte eine Menge Schmerz aushalten.
Edgeplay (BDSM) [im Original wird der Begriff "Edgeplay" benutzt, für den es bisher keine deutsche Entsprechung gibt]. Das ist mal ein Begriff, den ich noch nicht kannte. An die Grenze gehen. Eine Verletzung oder sogar den Tod riskieren für etwas Nervenkitzel, eine Stimulation, einen Orgasmus, der schließlich all den Lügen gerecht wird, die man dir über Orgasmen erzählt, eine glühend heiße Explosion nackter Nervenenden, welche für immer die gesamte Dunkelheit im Zentrum deines Herzens ausradiert ...
Schau mal - wir alle tun, was wir tun, um einen Weg in dieser verrückten alten Welt zu finden, um das zu befriedigen, von dem wir glauben, dass es befriedigt werden müsste, und um etwas Geld zu verdienen. Es ist nicht meine Sache, ein Urteil darüber zu fällen, wie sie meint, ihr Leben führen zu müssen. Ich bin froh, dass es Leute wie sie gibt. Es sorgt dafür, dass die Dinge interessant bleiben.
Aber du willst SM? Ich habe SM für dich.
Zazen ist SM mit deiner unsterblichen Seele. Zazen ist SM mit Gott.
Die Atheisten waren vor ein paar Wochen völlig aus dem Häuschen, als ich meinte, dass sie gar nicht wüssten worüber sie reden. Was weißt du über Atheismus? Du sitzt bewegungslos da sogar ohne eine Domina, die dich quält und dich dadurch von dem ablenkt, was wirklich ist. Du verbringst einige Jahre genau an dieser Stelle, von Angesicht zu Angesicht mit dir selbst. Dann kannst du zurückkommen und mit mir darüber reden, ob Gott existiert oder nicht. Und bis zu dem Tag hast du dir nicht das Recht verdient, mir irgendeinen Scheiß über Gott zu erzählen. Also verpiss dich mit all deinen ach so wohlüberlegten Worten und Worten und Worten und Worten. Atheisten labern Scheiße.
Es gibt keinen Gott, und Er ist dein Schöpfer.
Wenn du deine Meditation sanft und süß willst, mit einer angenehmen, beruhigenden Stimme, um dich da durch zu bringen, dann bleib weg von Zen. Aber wenn du Lust auf richtiges SM hast, dann komm mal einen Samstagmorgen bei mir vorbei und ich zeig dir, wie’s geht.
Aber pass auf. Diese Art von SM taucht nicht Zähne fletschend und mit Lust auf Blut auf. Niemand schreit dich an, niemand schlägt dich mit einem Stock, es wird dir sogar niemand sagen, wenn du alles falsch machst. Es ist sehr gemütlich hier, sehr freundlich und einladend. Überall Lächeln. Wir setzen sogar etwas Tee für dich auf und erzählen dir abgelutschte Witze. Nicht nötig sich aufzuspielen. Das ist, weil wir wissen, wer die strengste Herrin von allen ist. Wir werden nicht mal versuchen, es mit der Bestrafung, die sie verteilen kann, aufzunehmen. Das Äußerste, was wir tun können, ist, dich in ihre Richtung zu schicken und dich entscheiden zu lassen, ob du lieber winselnd mit eingezogenem Schwanz davonlaufen willst.
Die meisten Leute haben nicht den Mumm, den man braucht, um sich selbst gegenüberzustehen. Das ist keine Urteilsverkündung. Das ist eine Tatsache des Lebens. Wir konfrontieren uns lieber mit allem anderen, nur um den Schrecken zu vermeiden, unserem eigenen Herzen und Geist gegenüberzutreten. Lederfesseln und Peitschen kommen nicht mal annähernd dran. Die grundlegende Natur deines eigenen Wesens? Das ist furchterregend. Das kann dich ziemlich schnell klein kriegen. Dich in Scheiben schneiden und dabei nicht einmal ins Schwitzen geraten.
Ich war nie an irgendeiner Art von Meditation interessiert, die nicht SM war. Ich hatte nie viel Geduld mit Leuten, die mich durch irgendeinen speziellen Ablauf führen wollten. "Stell dir vor, wie das weiße Licht des Kosmos deinen Körper umhüllt ..." Scheiß drauf. Behalt deine Bilder und Geschichten. Jeder religiöse Irre, den ich getroffen habe - und ich habe so einige getroffen - hatte Bilder und Geschichten, die er in meinen Kopf stopfen , und mir beibringen wollte, wie ich diese auf Befehl wieder hochwürgen konnte. Als ob Gott sich dafür interessieren würde, ob ich ihre blöden Märchen vortragen konnte, wenn es verlangt wurde. Sie konnten sich ihre Geschichten sonst wohin stecken. Ich wollte alles wegschaufeln, was ich nicht brauchte, und zum innersten, glühenden Kern zu kommen. Der einzige Weg, alles abzustreifen, ist alles abzustreifen.
Der Zen-Weg ist quälend langsam. Wenn sie dich mit Haken in deinem Rücken aufhängen, dann nehmen sie dich wenigstens nach einigen Minuten wieder runter. Wir (aber) lassen dich einfach verknotet wie eine Brezel für mehrere Tage oder Wochen da sitzen. Es wird eine verdammte Ewigkeit dauern, bevor du überhaupt eine Ahnung hast, warum du deine ganze Zeit damit verschwendest, Wände anzustarren. Patentlösungen sind für hyperaktive Vollidioten. Wenn du eine schnelle Lösung suchst, dann sieh' zu, dass dir die Tür auf dem Weg nach draußen nicht auf den Arsch knallt.
Aber das furchterregende Zeug ist nur eine Seite der Medaille. Wir alle fürchten uns vor der Realität. Wir alle. Ich auch. Aber die Wahrheit über die Wirklichkeit ist, dass sie niemals so schlimm ist, wie wir sie uns vorstellen. Ich vermute, dass es das ist, was Leute wie meine Stripper-Bekannte beim BDSM entdecken. Wenn du tatsächlich direkt mit den Dingen konfrontiert wirst, die dir Angst einjagen, stellst du normalerweise fest, dass das, was du für Satan gehalten hast, der gekommen war, um dich im Feuer der Verdammnis zu verbrennen, in Wirklichkeit nur Gene Simmons ist, ein netter alter Hebräer mit einem schrägen Make-up.
Die Realität ist immer der beste Ort, an dem man sein kann. Die Wahrheit ist immer die beste Sache, die es zu sehen gibt. Es gibt nie auch nur eine Ausnahme. Du kannst sowieso nicht weglaufen. Also warum überhaupt deine Energie vergeuden, um es zu versuchen?Und Gott? Gott ist nicht eine Million Trillionen Meilen weit weg auf seinem Diamantenthron irgendwo im Weltraum. Gott ist der Wind auf deinem Gesicht. Gott ist der Himmel als dein Spiegelbild. Gott ist das in deinem Kopf verborgene Etwas, von dem du immer dachtest, dass du das wärst. Es ist nicht Du. Es gibt kein Du. Dieses Ding, von dem du glaubst, dass du es bist, gehört eigentlich zum Universum. Und eines Tages wird das Universum es zurücknehmen. An diesem Tag wird es sein, als ob es dich niemals gegeben hätte. Weil es dich überhaupt niemals gab. Aber das Universum wird ewig fortbestehen. Und ebenso dieses Etwas, das du immer für dich selbst hieltest. Und ebenso Gott. Punkt aus.
Frau BDSM-Stripper drehte die Nippel meiner Bekannten und flüsterte ihr zu, wie feucht sie würde. Als ob ich das nicht hören könnte. Sie rammelte ihr Bein wie eine läufige Hündin. Gott war da überhaupt nicht weit weg. Wenn ich jemals Zweifel an ihrer Gegenwart hatte, zeigte Sie sie mir, indem Sie meinen Schwanz packte, und sagte mir, wie sehr Sie ihn in sich spüren wollte.
Samstag, 5. Januar 2008
SANDOKAI (Die Vereinigung von Essenz und Erscheinung)
Ich bin immer noch hier im San Francisco Zen Center, wo ich gerade am Samstag-Morgen-Ritual teilgenommen habe. In einer viertel Stunde beginnt eine weitere Runde Zazen, und ich bin dabei. Aber während ich warte, wollte ich gern einen Text mit Euch teilen, der hier sehr oft rezitiert wird: „Die Vereinigung von Essenz und Erscheinung“ von Sekito Kisen (700-790). Es ist ein sehr schöner Text. Shunryu Suzuki hat darüber in dem Buch Leidender Buddha, glücklicher Buddha. Zen-Unterweisungen zum Sandokai geschrieben.
Hab leider keine Zeit für 'nen Kommentar oder so. Also hier ist er in der Rohfassung. Viel Spaß!
SANDOKAI
Der Geist des großen Weisen aus Indien wurde direkt von Westen nach Osten übermittelt.
Menschen unterscheiden zwischen Dummen und Klugen, doch auf dem wahren Weg gibt es keine Patriarchen des Südens oder des Nordens.
Die Quelle der Lehre ist rein und ohne Makel. Bäche die sich verzweigen fließen in der Dunkelheit.
An einer Idee zu haften ist Täuschung. Die Wahrheit zu erkennen ist auch nicht immer Erleuchtung.
Die Sinne und ihre Objekte sind eng miteinander verbunden und gleichzeitig voneinander unabhängig. Doch trotz ihrer unendlichen Verbundenheit haben sie alle ihren eigenen Ort.
Dinge unterscheiden sich in Wesen und Form. Im Geschmack, Klang und Gefühl manifestieren sich gut und schlecht. Im Dunkeln sind hochwertig und minderwertig nicht zu unterscheiden. Im Hellen wird der Gegensatz von rein und unrein deutlich.
Die vier Elemente kehren zur ihrer Natur zurück, wie ein Kind zu seiner Mutter. Feuer erhitzt, Wind bewegt, Wasser nässt, Erde ist fest.
Für die Augen gibt es Farbe und Form. Für die Ohren gibt es Klang. Für die Nase gibt es Geruch. Für die Zunge gibt es Geschmack.
Jedes Phänomen entspringt der Wurzel, so wie Zweige und Blätter aus dem Stamm sprießen. Wurzel und Baumspitze kehren zu ihrer ursprünglichen Natur zurück.
Hohe und niedrige Worte sind unterschiedlich. In der Helligkeit da ist tiefste Dunkelheit, hafte nicht an der Dunkelheit. In der Dunkelheit da ist Helligkeit, aber suche nicht nach der Helligkeit. Dunkelheit und Helligkeit wechseln einander ab wie beim Gehen der vordere und hintere Fuß.
Jedes Phänomen hat seinen Wert. Ihr solltet darauf achten, wie die Wahrheit zum Ausdruck gelangt. Das Relative passt zum Absoluten wie ein Deckel zu seinem Behälter. Das Absolute und das Relative entsprechen einander wie zwei Pfeile, die sich im Flug begegnen.
Hörst Du die Worte, solltest Du die Quelle der Lehre verstehen. Entwickle keine eigenen Maßstäbe. Erkennst du den Weg nicht mit deinen Augen, wie sollten dann deine Füsse um ihn wissen? In der Übung fortschreiten ist weder fern noch nah. Im Zustand der Täuschung bist du Berge und Flüsse davon entfernt.
Ich fordere alle Sucher der Wahrheit ehrerbietig auf: Vergeudet eure Tage und Nächte nicht.
Samstag, 24. November 2007
Keine Frage, Keine Antwort
Hier ist der zweite Fall aus Dogens Koan Buch, Shinji Shobogenzo:
Meister Obaku Ki-Un auf dem Berg Obaku im Ko-Distrikt fragte Meister Hyakujo Ekai: "Wenn ich die Lehre, die du uns gegeben hast, mit anderen teilen möchte, wie sollte ich dann lehren?"
Meister Hyakujo blieb auf seinem Kissen sitzen und sagte gar nichts.
Obaku Ki-Un fragte: "Wie kann ich zukünftig deine Söhne und Enkelschüler etwas lehren?"
Meister Hyakujo erwiderte: "Was du gesagt hast, zeigt, dass du ein wirklicher Mensch bist." *
Das ist eine der Fragen, die ich so oft gestellt bekomme, dass ich darüber nachdenke, sie in meine Frage und Antwort Liste (F.A.Q.) zu stellen, die ich nebenbei gesagt, seit der Bronzezeit nicht mehr auf den neusten Stand gebracht habe. Die Leute wollen immer wissen, "wie kann ich anderen den Buddhismus lehren?"
Die kurze Antwort ist, tu's nicht.
Natürlich meine ich dieses "tu's nicht" nicht absolut. Aber in den meisten Fällen brauchst du wirklich niemanden irgendetwas beibringen. Lass sie in Ruhe, hör auf damit, wie Brians Mutter in dem Film 'Das Leben des Brian' sagt. Wenn deine Freunde oder deine Familie etwas über den Buddhismus wissen wollen, werden sie danach fragen. Ansonsten besteht die buddhistische Regel: keine Frage, keine Antwort.
Davon wurde ich vor Kurzem überzeugt, als ein gewisser buddhistischer Meister mit dem Versuch begann, mich netterweise mit seinen Lehren zu beglücken. Allmächtiger Gott, falls es irgendetwas Lästigeres gibt als das, dann will ich nicht wissen, was es ist. Letztenendes habe ich rausgefunden, wie ich meinen Spamfilter einstelle, um seine E-Mails direkt in den Papierkorb zu leiten, so muss ich den Scheiß wenigstens nicht mehr lesen.
Ich stelle mir allerdings vor, dass jeder, der mein Zeug liest, meine Verachtung für Meister teilt, die versuchen, dir ihre Lehren aufzuzwingen. Gott, ich hoffe niemand von euch versucht das, was ich sage, irgendjemanden aufzudrängen. Vielleicht hast du trotzdem das Gefühl, dass dieser oder jener Freund von dir von der Praxis profitieren könnte, und du ihm gerne die Chance dazu geben würdest. Das ist nett, aber unglücklicherweise kannst du nicht viel dafür tun.
Den Buddhismus jemandem zu lehren, den du kennst, kommt in etwa dem gleich, jemanden den du kennst, dazu zu bringen mit dir zu schlafen. Du kannst das Thema nicht zur Sprache bringen, ohne derjenigen Person Angst zu machen. Oder noch schlimmer, sie werden sich fühlen, als ob du sie mit deiner Religion vergewaltigt hättest. Es bringt einfach nichts.
Selbst in meiner heutigen Position erzähle ich Leuten, die ich treffe, nicht wirklich von Zen, außer sie fragen. Selbst dann gebe ich erst mal ein paar scherzende Antworten, um zu sehen, ob sie wirklich ernsthaft daran interessiert sind. Wenn jemand nicht aufrichtig nach den Lehren verlangt, ist es völlig sinnlos ihr diese zuteil werden zu lassen. Sie werden sowieso nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit zuhören. Du wirst also nur deinen Atem verschwenden und dich selber zum Affen machen.
Wie auch immer, das ist meine kleine Predigt für den Tag. Ich wünsch dir einen guten.
* Zitiert aus: Die Schatzkammer der wahren buddhistischen Weisheit. O. W. Barth (2005) von G.W. Nishijima und D. D. Waskönig.
Link zum Originaltext:
http://hardcorezen.blogspot.com/2007/11/dont-ask-dont-tell.html
Donnerstag, 23. August 2007
Wie ich meinen Sommerurlaub verbrachte
Meine Vorstellung war, dass ich mich eines Tages hinsetzen würde, um meine Erlebnisse über den Aufenthalt beim Great Sky Zen Sesshin auf eine schöne, präzise Weise aufzuschreiben. Du weißt schon, so wie es ein professioneller Schriftsteller machen würde. Aber ich scheine dafür unfähig zu sein. Ich habe einfach einen zu großen Haufen Arbeit vor mir, um genügend Zeit dafür zu haben. Hier sind also meine allgemeinen Eindrücke, direkt in die Blog-Vorlage eingegeben, ohne die Rechtschreibung oder irgendwas zu prüfen.
Das Kloster Hokyoji liegt mitten im Niemandsland. Als Erstes fliegst du zum La Crosse Flughafen in La Crosse, Wisconsin, der mehr wie eine Bushaltestelle, denn wie ein Flughafen aussieht. Dagegen erscheint Akrons kleiner Flughafen wie der La Guardia-Flughafen. Dann fährst du ungefähr eine Stunde durch die sanft geschwungenen Hügel am Rande des Mississippi, kurz durch Iowa und weiter nach Minnesota. Der eigentlich nächste Ort ist ein kleines Dorf mit 200 Einwohnern in Iowa, dessen Namen ich vergessen habe. Obwohl ich mich nicht an den Namen des Ortes erinnern kann, so erinnere ich mich doch an den Namen des Typs, der seit 40 Jahren an der Tankstelle arbeitet. Er heißt Jug (Kanne) Darling (Liebling). Ohne Scheiß. Um richtig Spaß zu haben, musst du rund 45 Minuten weiter nach Iowa hineinfahren und einen anderen Ort besuchen, dessen Namen ich auch vergessen habe, der aber sage und schreibe 2000 Einwohner hat.
Aber während des einwöchigen Sesshins sind wir zu keinem dieser Orte gefahren. Für 7 Tage hatten wir Bewohner von Hokyoji zu sein, Hokyoji Essen zu essen und Hokyoji Scheiße zu scheißen, um ein altes Zen-Gedicht umzuformulieren. Das Kloster besteht aus 4 Hauptgebäuden, die sich über ein paar Morgen eines gerodeten Waldstücks am Ende einer gut 2 Kilometer langen Auffahrt verteilen. Unser Hauptgebäude war ein Zendo (Raum für die Übung des Zazen) für 30 Personen nahe der Ortsmitte. Abseits davon stand ein Gebäude, das sie „die Blockhütte“ nannten, weil es bei der Ortsgründung eine echte Holzhütte mit nur einem Raum, ohne Strom und fließend Wasser war. Heute ist es ein Haus mit Strom und fließenden Wasser, Gott sei Dank. Aber ich musste mich dort nicht einquartieren. Sie steckten mich in ein Haus weit unten am Ende des Geländes, das sie „die Werkstatt“ nannten. Wie der Name vermuten lässt, war hier die Werkstatt für‘s Holzsägen und all die anderen Arbeiten, die gemacht werden mussten, um die anderen Gebäude auf dem Grundstück zu bauen. Der erste Stock ist jetzt zu einem ziemlich spartanischen Wohnbereich umgebaut worden. Ohne fließendes Wasser, aber zumindest hatten wir Strom. Das andere Gebäude heißt „das Tee-Haus“. Es steht in der Nähe des Zendo und hat neben einem kleinen Tee-Raum auch Duschen, die einen feinen Nieselregen über deinem Kopf versprühen, je nach deiner Wahl, entweder lauwarm oder kochend heiß. Ich habe nie herausgefunden, wie ich das Wasser effektiv runter zu meinen Füßen bekomme.
Es gab neun 45-Minuten Zazen-Perioden, jeden Tag beginnend um 5 Uhr morgens und endend um 10 vor 9 abends. Die Weckglocke wurde um 04:30 Uhr geläutet. Das ist ziemlich normal. Nishijimas Sesshins sind ein bisschen einfacher, was die Menge an Zazen angeht. Ich war um die Gesundheit meiner Knie besorgt. Aber ich bin froh sagen zu können, dass ich die ganze Sache ohne erkennbaren Schaden überstanden habe. Die Zazen Perioden werden zuerst von einer Zeremonie unterbrochen, bei der das Herz Sutra rezitiert wird, dann folgt das Frühstück im Oryoki Stil, eine kurze Pause, ein Dharma Vortrag und eine weitere Zeremonie, bei welcher Dogens Jijuyu Zanmai gesungen wird. Danach kommt das Mittagessen, eine sehr lange Pause und Samu (eine Arbeits-Periode) (mehr dazu später), eine weitere verdammte Zeremonie, bei der das Dai Shin Darani gesungen wird, und eine letzte Zeremonie bei der Dogens Fukanzazengi (universelle Aufforderung zum Zazen) gesungen wird. Zwischen all dem Kram, ist vor der Wand sitzen oder Kinhin (gehendes Zazen) angesagt. Oder andersrum, all das kommt zwischen den Zazen-Perioden. Such‘s dir aus.
Manches von dem war neu für mich. Nishijimas Sesshins haben keinerlei Zeremonien oder irgendwelche Rezitationen. Deswegen kannte ich keinen dieser Gesänge. Auch die Arbeits-Perioden bei seinen Sesshins beinhalten gewöhnlich nur das Saubermachen der Toiletten oder das Fegen der Schlafzimmer. Beim Great Sky lassen sie dich schwer arbeiten. Das ist notwendig, weil selbst nach 30 oder 40 Jahren Betrieb, die Arbeiten am Anwesen größtenteils noch nicht beendet sind. Also arbeiteten wir größtenteils daran, den Garten ansehnlich zu machen, und Sachen in Ordnung zu bringen, die es nötig hatten, in Ordnung gebracht zu werden. Oh, und wir haben Wespen aus den Schlafzimmern verjagt. Ich war am Ende jeder Arbeitsperiode erschöpft. Aber es war auch gut. Es hat definitiv deine Beine nach all dem Sitzen wieder in Bewegung gebracht. Außerdem hast du eine anständige Aufgabe bekommen, was bei manchen Sesshins nicht der Fall ist.
Um die 30 Leute nahmen teil, inklusive fünf (zähl‘ nach) Zen-Meister. Mal sehen, an wen ich mich erinnern kann. Da war Tonen O’Conner vom Milwaukee Zen Center, Zuiko Redding vom Cedar Rapids Zen Center, Dokai Georgesen vom Hokyoji selbst, Rosan Yoshida aus einem Ort in Iowa, glaub ich, Genmoyo Smith aus ... ich weiß nicht mehr wo, und ich. Ich könnte all die Informationen nachsehen, die ich vergessen habe, aber das entspräche nicht der Spontaneität dieses Beitrags. Tonen und Zuiko sind Frauen, und der Rest von uns Lehrern sind Männer. Ich war wirklich beeindruckt von Zuiko. Sie studierte mit derselben sehr strengen Zen-Meisterin wie Taijun Saito, eine Nonne, die mit Nishijima studierte. Beide wurden in den Zen-Abläufen so gedrillt, dass sie diese vorwärts und rückwärts beherrschen. Ich weiß einen Scheiß über die Rituale. Ich schätze diejenigen, die sich damit auskennen, nicht gering. Ich kann es einfach nicht. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich es jemals können werde. Um ehrlich zu sein, es interessiert mich nicht sehr. Dennoch ist es interessant es zu sehen und etwas von Leuten zu lernen, die diese Abläufe beherrschen.
Was kann ich dir sonst noch erzählen? Viel, eigentlich. Und ich werde das wahrscheinlich in den kommenden Artikeln tun. Aber ich möchte es heute kurz halten.
Was habe ich gelernt? OK. Ich habe gelernt, dass es verdammt noch mal egal ist, was du während des Sitzens denkst. Ich wusste das. Aber am 4. Tag merkte ich es auf deutliche Weise. Ich war, wie so oft, ein bisschen reizbar und schmerzempfindlich geworden und dachte, „Mann, die Gedanken in meinem Kopf drehen sich wie wild, wie kommt es, dass das niemals aufhört?“ Ich sollte dir dazu sagen, dass ich kurz vor dem Sesshin mit einer Menge Zeugs konfrontiert wurde. Die Nachricht, dass die Firma für die ich arbeite, ihr Büro in Los Angeles zu schließen beabsichtigt, war keine Kleinigkeit. Das Büro in Los Angeles bin ich. Mehr davon später. Aber es reicht zu sagen, dass ein paar Dutzend anderer Sachen hätten behandelt sein müssen, nachdem das Sesshin vorüber war. Das mache ich jetzt irgendwie, und deswegen ist dieser Artikel kurz und spontan.
Egal, alles Mögliche lief in meinem Kopf rauf und runter. In Bewegung gesetzt, würde es nicht aufhören, bis es seine Energie verbraucht hätte. Und auf einmal bemerkte ich, dass es scheißegal ist. Denken war nur etwas, das während der Praxis passierte. Dennoch war die Praxis noch immer völlig richtig. Das war keine Idee wohlgemerkt. Das kam als echte Erfahrung. Es gibt ein altes Koan über einen Mönch, der sagt, ”wenn ein klarer Geist kommt, lass ihn kommen, wenn ein umwölkter Geist kommt, lass ihn kommen. ”Der Meister fragt ihn, “was, wenn weder ein klarer noch ein unklarer Geist kommt?“ Und der Mönch sagt sowas wie, “ich habe gehört bei H&M gibt es einen Ausverkauf von Unterwäsche.“ So in der Art ist es gewesen. Cool.
Es ist lustig, wie diese Dinge ablaufen. Ich habe dieselbe Lektion ein Dutzend Mal gelernt, vergessen und wieder gelernt. Und ich bin sicher, dass ich es noch ein paar Dutzend Mal mehr lernen werde, bevor sie mich verbrennen und meine Asche hinter JB’s Down in Kent, Ohio verstreuen.
Mmmmmhhhhh… Was noch? Ich hielt einen Dharma-Vortrag. All die anderen Zen-Lehrer hielten Zen-Vorträge und meiner war wie ein Auftritt von Krusty dem Clown. So ist das Leben. Beim Versuch den Rückwärtsgang des Kloster Lieferwagens ausfindig zu machen, durchfurchte ich den ganzen Hof. Ich habe andere Sachen gemacht.
Aber ich muss jetzt gehen. Sorry. Später mehr! Fragt mich nach Sachen. Vielleicht wird es mein Gedächtnis in Schwung bringen …
Mittwoch, 1. August 2007
Große Fische – Buddhisten bitte wegschauen!*

Eine anonyme Person hinterließ folgenden Kommentar:
Die fünfte Regel: Mir des durch unaufmerksamen Konsum verursachten Leidens bewusst, gelobe ich gute Gesundheit, sowohl körperlich als auch geistig, für mich, meine Familie und die Gesellschaft zu kultivieren, durch die Praxis aufmerksamen Essens, Trinkens und Konsumierens. Ich gelobe nur Dinge aufzunehmen, die Frieden, Wohlbefinden und Freude in meinem Körper und meinem Bewusstsein, und im Kollektivkörper und Bewusstsein meiner Familie und Gesellschaft erhalten. Ich bin entschlossen, weder Alkohol noch andere Rauschmittel zu benutzen oder Nahrung oder andere Dinge, die Gifte enthalten, wie bestimmte Fernsehprogramme, Zeitschriften, Bücher, Filme und Gespräche. Ich weiß, wenn ich meinen Körper und mein Bewusstsein mit diesen Giften beschädige, dass ich Verrat an meinen Vorfahren, meinen Eltern, meiner Gesellschaft und künftigen Generationen begehe. Ich werde daran arbeiten, Gewalttätigkeit, Furcht, Ärger und Verwirrung in mir und in der Gesellschaft zu transformieren, indem ich eine gesunde Ernährungsweise für mich und die Gesellschaft praktiziere. Ich weiß, dass eine richtige Ernährungsweise entscheidend ist für die Selbsttransformation und die Transformation der Gesellschaft.
Er (oder sie, aber ich nehme an er) meinte, es sei merkwürdig, dass ein Zen-Lehrer zu so etwas ermutigen würde. Ich nehme an, dass "Leute zu so etwas ermutigen, sich Pornos anzusehen" gemeint ist. Also dachte ich, dass ich etwas erklären sollte. Aber mir ist ziemlich klar, ganz gleich, wie viele Male ich meine Aussagen erkläre, dass man niemals jeden zufrieden stellen kann. Wie dem auch sei, ich finde dies dennoch interessant.
Zuerst einmal ermutige ich euch nicht, sich Pornos anzusehen. Mich interessiert es einen Scheißdreck, ob ihr es tut oder nicht. Es geht mich verdammt noch mal nichts an. Ich denke auch, dass ich vielleicht zu sehr die finanzielle Seite dessen, was ich für Suicide Girls tue, betont habe. Jedoch könnte ich kaum meinen Lebensunterhalt davon bestreiten, für sie oder Bücher zu schreiben. Ich habe noch einen anderen Job, sodass ich nicht arm bin. Reich bin ich allerdings auch nicht. Aber ich schreibe nicht für SG wegen des Geldes. Ich mache es hauptsächlich, um fromme Buddhisten zu ärgern!
Das war ein Witz. Meine Güte!
SG liefert ein Forum, durch das ich eine ungeheure Anzahl von Menschen erreichen kann, mit dem, was ich sage. Ich könnte wahrscheinlich ebenso viel, wenn nicht mehr, durch PayPal-Spenden für diesen Blog verdienen. Aber dann halte ich nur dem Chor eine Predigt. Den SG-Lesern eine Predigt zu halten, empfinde ich als eine viel größere Herausforderung. Es ist wie ein merkwürdiger kleiner soziologischer Versuch. Ich habe immer geglaubt, dass Buddhismus für jedermann, überall gut ist. Ich versuche zu testen, ob das stimmt.
Aber zur Antwort auf das Zitat von oben. Dies ist etwas, von dem ich einige Variationen gehört habe. Ich bin nicht ganz sicher, von wem es kommt (obwohl ich eine Vermutung habe). Etwas, auf das ich hinweisen will, falls es nicht offensichtlich ist, ist, dass dies nicht aus irgendeiner traditionellen alten buddhistischen Quelle stammt. Es ist eine zeitgenössische Auslegung.
Ich würde nicht soweit gehen, zu sagen, dass es falsch ist oder diesen Ansatz verdammen. Aber es ist nicht der Ansatz, in dem ich ausgebildet wurde, noch ist es der Ansatz, den ich lehren will.
Offensichtlich gibt es viele Reize, die in der heutigen Kultur verfügbar sind, welche ziemlich ablenkend auf die Praxis wirken. Wenn du auf deinem Kissen sitzt, beginnt das ganze Zeug, das du in dein Gehirn gestopft hast, herauszusprudeln. Je weniger Zeug du da reinstopfst, desto einfacher ist es, einen ruhigen, netten Zustand im Zazen zu erreichen. Dogen warnte jedoch davor, dass ruhige, nette, gelassene Geisteszustände zu erreichen, nicht wirklich das Ziel unserer Übung sein dürfte. Es kann ein netter Nebeneffekt sein. Aber das ist nicht der Grund, warum wir es tun.
Ich verdamme nicht den Ansatz, den unser anonymer Freund vorschlägt. Ich meine, dass richtiges Essen sehr gut ist. Nicht Stunden und Stunden damit zu verbringen, virtuelle Bösewichte in der Spielhalle zu erschießen, ist auch gut. Zu wissen, wie diese Arten von Stimulation den Körper und den Verstand beeinflussen = sehr, sehr, sehr gut. Aber es bringt nicht viel, zu versuchen sich vor der Realität abzukapseln, unsere Ohren und Augen zu verschließen und laut zu rufen "Nee! Nee! Ich kann dich nicht hören!"
Dogen sagte: "Durch das Entfernen von Störungen verdoppeln wir die Krankheit ... Intellektueller Ausschluss verstärkt die Krankheit und verschlimmert sie. Der eigentliche Moment des Entfernens selbst ist zwangsläufig eine Störung. Sie finden gleichzeitig statt und sind jenseits der Gleichzeitigkeit. Störungen schließen immer die Tatsache [des Versuches] sie zu entfernen mit ein.“
Dies ist ein Kernpunkt der Lehre, die ich in Dogens Linie gelernt habe, und den ich versuche zu vermitteln. Wie dies tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, ist Sache des Einzelnen. Ich würde nicht soweit gehen wie der Verfasser, der sich diese Regel ausdachte und "schädliche Aktivitäten" auflistete. Das scheint ein bisschen zu weit zu gehen. Man weiß von mir, dass ich einzelnen im Gespräch Unter-Vier-Augen Vorschläge mache, von denen manche dem ähneln, was er sagt. Aber es kann nützlicher sein, zu entdecken, wie man angesichts jeder Art von Stimulation im Gleichgewicht bleiben kann. Diesem Pfad zu folgen ist schwieriger. Am Ende denke ich wirklich, dass es der einzige Weg ist, der Sinn macht.
Tut mir leid.
Mittwoch, 18. April 2007
Soto ist gut
Meine Freundin Tonen O´Connor vom Milwaukee Zen Center hat an einigen meiner Kommentare über die Schule des Soto-Zen in einem früheren Beitrag Anstoß genommen. Deswegen dachte ich, das ganze nunmehr etwas klarzustellen. Ich liebe die Soto-Schule. Einige meiner besten Freunde sind Teil der Soto-Schule.
In allem Ernst – auch als Witzbold – : Ich habe wirklich keine großen Probleme mit der Soto-Schule. Beide meine Lehrer waren (sind) Sototypen. Tonen ist Teil von Soto. Die meisten Orte an denen ich Reden halte sind irgendwie mit Soto verbunden. Wenn Du den Buddhismus studieren willst, ist es meiner Meinung nach immer noch am Besten einem Lehrer der Soto-Linie zu folgen.
Darüber hinaus gibt es auch eine riesige Organisation in Japan, die sich Soto-shu nennt. Wie Du im oben verlinkten Wikipediaeintrag nachlesen kannst, gibt es 14700 Soto-Tempel mit 7 Millionen Anhängern. Es ist ´ne ziemlich große Maschine. Ich habe sehr wenig mit dieser Maschinerie zu tun, obwohl auch ich eine Mitgliedskarte mit mir ´rumschleppe. Der Lehrer meines ersten Lehrers, Kobun Chino, trat aus ihr aus, glaube ich, obwohl sein eigener Bruder eine zeitlang der Kopf der Organisation war. (Ich bin mir mit Kobun´s Austritt nicht ganz sicher, falls es jemand wirklich genau weiss: Sagt mir Bescheid!) Mein Lehrer Gudo Nishijima wurde vom damals amtierenden Vorsitzenden der Soto-shu (allerdings nicht Kobun´s Bruder) ordiniert, neigt aber immer noch dazu, jegliche Verwicklung mit der Organisation zu meiden. Große Organisationen sind alle ziemlich gleich. Augenscheinlich sind einige schlimmer als andere, und die Soto-shu tut viel mehr Gutes als Schlechtes. Aber, wie alle großen Organisationen, neigt sie dazu, wie eine gigantische Maschine zu funktionieren. Ich hab´s nicht so wirklich mit Bürokratie…
Ich verfolge das „rein & raus“, „wer ist wer“ und „was ist was“ in der Sotoorganisation nicht wirklich. Deswegen kommen die meisten meiner Informationen aus denselben Quellen im Internet, auf die auch jeder andere Zugriff hat. Wie bereits erwähnt, das meiste Zen auf das ich im Netz gestoßen bin, ist - ich wollte gerade „Müll“ sagen , aber ich habe mich gerade noch so davon abhalten können, sieh nur wie erwachsen ich bin! – sagen wir: ich bin einfach nicht daran interessiert. Es ist hauptsächlich jede Menge Krach und Verzerrung mit sehr wenig wirklicher Substanz. Aber ich glaube das liegt daran, dass die meisten guten Lehrer weniger Autoren sind. Warum sollten sie auch? Sie haben viel wichtigere Arbeit zu erledigen, als Zeugs in ihren Laptop zu hämmern und es ins virtuelle Netz zu schießen.
Wie auch immer: Ich wollte nur sicher stellen, dass niemand auf die Idee kommt zu glauben, ich würde alle Soto-Lehrer hassen. Obwohl ich mich manchmal frage, warum es überhaupt jemanden juckt, was ich denke.
Das ist ein Foto von mir auf der „Suicide Girls Party“ letzte Nacht. Kümmert es Dich wirklich, was so ein Typ darüber sagt, zu welchem buddhistischen Tempel Du gehen solltest? Es liegt nur bei Dir! Geh raus, hör Dir an, was die Lehrer bei Dir um die Ecke zu sagen haben, und entscheide selbst!
Mittwoch, 11. April 2007
U.G. Krishnamurti, die Soto Schule und coole Frisuren
Ich war etwas erschüttert, als ich kürzlich vom Tod U.G. Krishnamurti erfahren habe. Ich kann nicht sagen, dass ich jemals ein wirklicher Anhänger war. Alles was ich kenne sind die kleinen Ton- und Videoschnipsel, die man so bei YouTube findet und die auch sonst gelegentlich mal im Internet auftauchen. Gut möglich, dass er irgendwelche wirklich dummen Dinge gesagt hat, von denen ich nichts weiss, also versteht das hier nicht als Bestätigung. OK?
Auf ihn bin ich auf die selbe Art und Weise gekommen, wie ich auf Robyn Hitchcock kam. Als ich psychedelische Alben unter dem Namen Dimentia 13 veröffentlichte, sagten Kritiker ich klänge wie Robyn Hitchcock beziehungsweise seine Band The Soft Boys. Von beiden hatte ich nie gehört, besorgte mir aber was von ihnen, und musste zugeben, das mein Zeug ein bisschen nach ihnen klang. Als ich als Buddhist online ging, meinten die Leute ich erinnere sie an U.G. Krishnamurti, von dem ich ebenfalls noch nie etwas gehört hatte. Also sah ich nach, und verstand den Grund für den Vergleich. Ich wurde nie solch ein Fan von U.G., wie ich es von Robyn Hitchcock bin. (Morgen Abend bin ich übrigens bei einer Show von ihm.) Aber ich mochte, was ich von seinem Werk hörte und las.
Meine einzige wirkliche Kritik an U.G. ist identisch mit jener an Jiddu Krishnamurti: Beide waren möglicherweise ein wenig zu intelligent, als es gut für sie selbst gewesen wäre. Oder besser: Als es gut für ihre Anhänger gewesen wäre. Beide Männer hatten offensichtlich eine Ahnung davon, was wahr und was einfach Müll ist. Beide haben den Wert jeglicher Organisation oder Methodik bestritten.
Im intellektuellen Sinne mag man geneigt sein zu sagen, dass alle Methodenlehren letztlich falsch sind. Offensichtlich können auch Menschen, die Jahrzente Zazen geübt haben, komplette Arschlöcher ohne irgendeine Ahnung von der Realität sein, und nichts sinnvolles zu sagen haben. Das geschieht, wenn Leute die Zeit auf ihrem Kissen dazu nutzen, immer tiefer in ihre eigenen Verblendungen abzutauchen, und wenn diese Täuschungen von schlechten Lehrern noch verstärkt werden. Gleichwohl bin ich überzeugt, dass solche Typen die Minderheit darstellen. Man kann sich also nicht, nicht einmal mit dem was man Zazen nennt, hinstellen, und behaupten: „Hier!Das ist es!Es funktioniert immer!Automatisch!Für jeden!“
Andererseits sage und glaube ich genau das, denn es ist eben auch Teil der Zazen-Übung, den eigenen Illusionen gegenüber eine angemessenen Haltung zu kultivieren.
Wie auch immer! Ich glaube, sowohl U.G., als auch Jiddu Krishnamurti lehnten Methodiken – wie Zen – etwas vorschnell ab. Freilich, auch ich neige oft dazu, das zu tun. Als Teil der Soto-Schule des Zen werde ich beispielsweise als Mitglied dieser Gruppe wahrgenommen. Außenstehende neigen dann dazu anzunehmen, dass ich mit allem übereinstimme was andere Mitglieder der Organisation – vor allem ihre vermeintlichen Oberhäupter – sagen und tun. Wenn ich jemanden treffe, der mir erzählt er sei im Ku Klux Klan, vermute ich, dass er Schwarze, Schwule und Juden hasst. Vielleicht gibt es Typen im KKK, die wegen der Barbeques dort sind, und sich einen Dreck um die politische Botschaft scheren. Möglich ist´s. Gleichwohl meine ich als Außenstehender, alle Mitglieder müssen mit den Positionen der Gruppierung wenigstens ein bißchen konform gehen.
Was die Soto-Organisation angeht, kümmere ich mich nicht allzu sehr darum, wofür sie zu stehen scheint. In die ganze, teure Begräbnissache, die offenbar ihre Hauptfunktion in Japan geworden ist, bin ich nicht involviert. Und, wie ich bereits erwähnte bin ich auch nicht glücklich darüber, dass man mich mit den Tätigkeiten einer amerikanische Lehrer in Verbindung bringen könnte. Dennoch habe ich mich bislang nicht von der Soto-Schule losgesagt. Gudo Nishijima trennt beharrlich zwischen der Organisation in Japan, der Soto-shu, und der Strömung von Lehrern, die bis zu Meister Dogen reicht, welcher die Soto-Linie nach Japan brachte. Aber er hat seine Bevollmächtigung durch und seine Tätigkeit für die Soto-shu nicht aufgegeben. Ich glaube auch nicht, dass er das jemals tut. Dasselbe gilt für mich.
Für mich ist es eine Frage praktischer Herangehensweise. Als Teil von Soto habe ich Zugang zu einem gewissen Grad Macht, der im Prinzip mit jeder Mitgliedschaft in einer größeren Organisation verbunden ist. Zum Beispiel wollten der Herausgeber meines ersten Buches einen Nachweis, dass ich ein rechtmäßiger und anerkannter Lehrer in einer legitimen buddhistischen Linie bin. Weil ich den liefern konnte, wurde mein Buch veröffentlicht. Natürlich sind in Amerka die Dinge so wild und verworren, das jeder der „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ gelesen hat, als Zen-Meister darstellen kann, ohne dass jemand das in Frage stellt. Freilich ist echte Legitimation wichtig. Selbst hier in Amerika wird man sich dessen langsam bewusst.
Natürlich bedeutet die Übertragung von einem oder sogar mehreren rechtmäßigen Lehrern einer legitimen Linie noch nicht, das alles einwandfrei ist. Dennoch bestreite ich die Macht und den Sinn solcher Linien nicht. Die Übertragung zu bekommen ist noch der leichteste Teil der Übung. Der schwierige Teil ist, dem gerecht zu werden, was übertragen wurde.
Wie auch immer. Obwohl ich genau weiss, was ich rüberbringen möchte, habe ich keine Illusionen über meine Fähigkeiten diesbezüglich. Dazu kommt: Alles was man sagt kann und wird falsch aufgefasst, von Leuten, die entschlossen sind Dinge falsch aufzufassen. Also sagst Du einfach was Du sagst, und machst es so deutlich (klar) wie Du kannst. Dann machst Du einfach Deine Steuererklärung. (Das ist das, was ich tun werde, wenn ich hiermit fertig bin.)
Wie auch immer. Ich bin etwas erschüttert über die Todesnachricht. Das ist alles. Er war ein interessanter Typ mit ´ner coolen Frisur.
Sonntag, 1. April 2007
Wissen und WISSEN
In meinem neusten Artikel für Suicide Girls schrieb ich: „Zu wissen, dass du nicht alles weißt, ist eine sehr mächtige Sache. Genau zu wissen, dass du nicht alles weißt, bedeutet, du kannst dir sicher sein, dass es sonst auch niemand weiß.”
Als Reaktion darauf schrieb ein Typ mit dem Namen Apesamongus:
Eins weiß ich genau, nämlich dass ich einen Scheiß darüber weiß, was andere Leute tun. Es ist arrogant anzunehmen, andere wären so unwissend wie du.
Das Problem hierbei: Es gibt Wissen und WISSEN. Viele Leute wissen Sachen, die ich nicht weiß, z.B. wie man seine eigene Lohnsteuer macht oder wie man Fagott spielt oder wie man Lasagne macht. Ich würde niemals annehmen, dass nur weil ich darüber nichts weiß, auch sonst niemand darüber Bescheid weiß. Außerdem gibt es einen bestimmten Grad an Wissen, der daher kommt, dass jemand seinen Platz auf der Erde schon etwas länger einnimmt als jemand anderes. Meine Großmutter kann sich an die Zeit erinnern als Fernsehen etwas Neues war, und dadurch, dass sie die Wandlungen Amerikas in diesem Jahrhundert erlebte, kann sie ebenso manches von diesem Wissen weitergeben.
Und dann gibt es WISSEN. WISSEN ist, was viele skrupellose Typen - spirituelle Meister genauso wie Politiker, Werbefachleute und andere fragwürdige Gestalten - im Gegensatz zu dir zu besitzen behaupten. Kürzlich hielten mich einige Leute für jemanden der WEIß. Ich werde immer wieder auf verschiedene Weise diese Frage gefragt: „Wie sieht die Welt für dich aus?” Als würden die Leute denken, dass wenn ich mir eine Tomate ansehe, ich die 8 Armige kosmische Gestalt von Vishnu oder so was sehe.
Ich habe eine E‑Mail von einem Kerl bekommen, der mir erzählte, dass als er ein privates Treffen mit seinem Meister hatte, dieser ihm erzählte: „Du bist auf Level 3 (von weiß der Henker, was für einer verdammten spirituellen Ebene er aus zählte), aber ich kann dich auf Level 2 bringen, wenn du willst.” Wie du siehst, WUSSTE der Lehrer, während der arme Schüler nur darauf hoffen konnte, sich in seiner strahlenden Herrlichkeit zu sonnen. Leute, wenn irgendjemand so was zu euch sagt, lauft bitte so schnell ihr könnt davon.
Die Wahrheit ist: niemand WEIß. Ich bin mir sicher ein paar von euch denken, “okay, aber woher weißt du, dass niemand WEIß? Du hast den Groß Meister Sri Sri Rama Übermensch nicht getroffen. Der WEIß definitiv.” Meinetwegen kannst du so einen Scheiß glauben, ich glaub es nicht. Denn WISSEN existiert nicht außerhalb von Dir selbst. Es ist nicht etwas, dass jemand besitzt und es dir verkaufen kann. Du kannst dir die Erfahrung eines anderen nicht ausleihen. Eine alte Metapher aus buddhistischen Geschichten hierfür lautet - den Schatz eines anderen zählen.
Jemand anderes mag über sich selbst gut Bescheid wissen. Aber er weiß nicht über dich Bescheid und er kann auch nicht über dich Bescheid wissen. Ich erinnere mich an eine Unterhaltung, die ich vor einigen Jahren mit Tim, meinem ersten Zen Lehrer, hatte. Ich sagte in etwa: „du weißt, du bist schon durch alles durch.” Er sagte: „Brad, ich bin noch durch gar nichts hindurch.”
Die Vorstellung, jemand anderes WÜSSTE, ist immer ein Weg die eigene Verantwortung an jemand anderes abzuschieben. Sie WISSEN, also können sie es dir sagen und du kannst dich hinsetzen und ihnen zuhören.
Das funktioniert nicht. Es gibt Zeiten, in denen ich wünschte, es ginge. Aber es geht nicht. Sobald du das verstehst, hast du eine Chance echtes Wissen für dich zu entdecken.
Mittwoch, 21. Februar 2007
ZU GUT
In der Kommentarspalte meines neusten Artikels für Suicide Girls habe ich diesen Text hier veröffentlicht. Der SG Artikel endet mit dem folgenden Absatz:
„Ich würde niemals behaupten, ich hätte Die Antwort für das Problem der Depression. Aber ich kann sagen, was mir geholfen hat, und was mir immer noch hilft. Es ist keine so einfache und schnelle Lösung wie jeden Tag ein paar Pillen zu schlucken. Aber auf lange Sicht ist es besser zu lernen, wie man mit sich selbst umgeht, anstatt die ganze Arbeit Medikamenten zu überlassen. Zumindest wirst du so nie vergessen, dein Rezept einzulösen. Dennoch, die Lösung, die mir geholfen hat, erfordert es, sich gegen das zu entscheiden, was die meisten Menschen als „normale“ Lebensweise und „normalen“ übermäßigen Luxus betrachten. Wenn du bereit bist, dieses Opfer zu bringen, wirst du sehen, dass es eigentlich gar kein Opfer ist.“
Auf der Suicide Girls Seite ärgerten sich einige Leute über meine Haltung gegenüber Medikamenten als Mittel zur Behandlung von Depressionen. Obwohl ich dachte, mein Text wäre sehr klar, und obwohl einige der Kommentierenden es verstanden haben, habe ich beschlossen, trotzdem einige klärende Worte hinzuzufügen.
Aber bevor du anfängst zu lesen, möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht daran interessiert bin über den Wert der von Psychiatern verschriebenen Medikamente zu diskutieren. Über das Thema wird schon genug diskutiert. Langweilig! Wenn du darüber debattieren willst, ist das in Ordnung. Erwarte nur nicht, dass ich in die Diskussion einsteige.
Ich bin jedoch an Meister Nishijimas Idee interessiert, der zufolge manche Dinge “zu gut” sind. Und das ist es, worüber ich hier einen Kommentar schreiben möchte. Hier nun (mit ein paar kleineren Veränderungen) das, was ich geschrieben habe:
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Als ich die Zeile schrieb, dass Zazen besser gegen Depressionen hilft, als Pillen zu schlucken, stellte ich mir keine Person mit lähmender, ernster Depression vor, die erst zu den Medikamenten greift, nachdem alles andere erfolglos war. Manchmal ist die medikamentöse Lösung der einzige Weg, um mit einem Problem umzugehen, das zu ernst geworden ist, als dass man es auf anderem Wege behandeln könnte. Wenn ich einen Autounfall hätte, oder man bei mir Krebs diagnostizieren würde, würde ich einen Arzt sehen wollen, und keinen Zen Meister.
Aber bei dem Haufen Geld, das die Pharmakonzerne in die Entwicklung von neuen Märkten für ihre Mittelchen stecken, sieht es für mich oft so aus, als ob eine ganze Generation von Amerikanern darauf hereingefallen ist, zu glauben, sie könnten unmöglich ihr Leben bewältigen, ohne ihre Gehirnchemie künstlich zu verändern. Die Werbung für diese Stärkungsmittel lässt es so klingen, als ob jeder Fall eines existentiellen Überdrusses nach einer Dosis Prozac® oder Paxil® schreit, damit du ja nicht beginnst, die Gesellschaft infrage zu stellen, in die du dich dank der Medikamente erfolgreich einfügen sollst.
Dennoch ist es mir nicht möglich zu erkennen, was die Leute bewegt, die sich über das, was ich gesagt habe aufgeregt haben. Vielleicht waren sie unter den seltenen Fällen, deren Lage so ernst ist, dass Medikamente die wirkliche einzig vernünftige Lösung waren. Ohne sie würden diese Leute vielleicht ihre Schule zusammenschießen oder Pop Stars und Politiker entführen. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht beurteilen.
Ich kann nicht über andere sprechen. Aber Folgendes kann ich über mich sagen. Ich bin dankbar dafür, dass ich durch meine Pubertät kam, bevor Antidepressiva vollständig entwickelt waren, und dass ich in meinen Zwanzigern zu arm war, um mir eine psychiatrische Behandlung zu leisten, denn ich habe keinen Zweifel daran, dass man mir Medikamente verschrieben hätte, um meine Depression zu lindern. Wäre ich diesen Weg gegangen, wäre ich vielleicht niemals dazu gezwungen worden, nach dem tieferen Grund meines Leids zu suchen.
Ich bezweifle nicht die Wirksamkeit der medikamentösen Behandlung. Aber zu sagen, sie sei wirkungsvoll, bedeutet, dass sie die erwünschte Wirkung erzielt. Ich frage mich, ob der Effekt, den wir uns wünschen, immer das ist, was wir wirklich brauchen. Ich war es gewohnt, in fast wöchentlicher Regelmäßigkeit an starken Kopfschmerzen zu leiden. Hohe Dosen an Ibuprofen waren eine effektive Gegenmaßnahme. Ich nahm die Pillen und der Schmerz verschwand. Mein Vertrauen auf die magische Lösung der Advil Korporation hielt mich davon ab, mich um die wahren Ursachen meiner Kopfschmerzen zu kümmern. Außerdem machte es meine Kacke hart wie Stein, eine Auswirkung, mit der ich selbst heute noch zu tun habe. Die tolle Werbung im Fernsehen scheint das niemals zu erwähnen, oder?
Erst als ich damit aufhörte, so viel Medikamente zu nehmen und anfing zu versuchen, an das wahre Problem zu kommen, war ich dazu imstande, die Probleme zu lösen, die wirklich gelöst werden mussten. Es gibt Zeiten, in denen Schmerz, gerade emotionaler Schmerz, ein Signal dafür ist, dass etwas Wichtiges direkt angegangen werden muss. Meine Erfahrung ist, dass Medikamente sehr effektive Mittel sein können, die Konfrontation mit dem, was wirklich schief läuft, zu vermeiden.
Einmal, als mein Zen Lehrer, Meister Nishijima, seinen Rücken verletzt hatte, brachte einer seiner Schüler ein Ding mit, das wie ein Heizkissen aussah und das dazu bestimmt war, eine Art von heilender elektrischer Energie in die Muskeln zu schießen. Nachdem der Schüler ihn lange Zeit bearbeitet hatte, probierte Nishijima das Gerät schließlich aus. Sein Urteil war, dass die Maschine „zu gut“ war, und er es bevorzugen würde, die Verletzung auf natürliche Weise heilen zu lassen. Ebenso denke ich, dass die meisten unserer Medikamente „zu gut“ sind. Sie sind gut, wenn du eine schnelle Hilfe für ein sehr ernstes Problem brauchst. Aber wann immer es möglich ist, ein natürlicheres Verfahren anzuwenden, ist dies immer besser. Selbst wenn es länger braucht und weniger „effektiv“ erscheint – was bedeuten würde, dass die Lösung nicht genau das ist, was wir uns gewünscht oder vorgestellt haben.
Montag, 25. September 2006
Augen auf!*

Ich habe ein wenig über den fokussierten Blick während Zazen nachgedacht. Erst seit Kurzem mache ich mir darüber überhaupt Gedanken. Ich denke jedoch, dass dies ein extrem wichtiges Thema für Leute ist, die Zazen praktizieren. Mir scheint, ich habe das seit Langem gespürt, bin aber erst jetzt in der Lage es auszudrücken. Ich schreib hier mal, was ich meine.
Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, was mein erster Lehrer zum Thema sagte, als ich vor 20 Jahren anfing, Zazen zu praktizieren. Aber ich erinnere mich, jedes Mal frustriert gewesen zu sein, wenn ich bemerkte, dass mein Blick anfing, zu verschwimmen und zu wandern. Also nahm ich einen Filzstift und malte einen kleinen Punkt an die Wand, an der ich gewöhnlich Zazen machte. Wenn der Punkt aus meinem Blick verschwand, wusste ich, dass es Zeit war, mich zu korrigieren.
Ich empfehle dieses Verfahren nicht, denn es ist ein wenig künstlich.
Erst vor ein paar Jahren, als ich Meister Nishijima erstmals darüber reden hörte, dass die Augen während Zazen fokussiert bleiben sollten, fing ich an, über das Thema nachzudenken. Aber als ich darüber nachdachte, bemerkte ich, dass wenn immer meine Augen unfokussiert waren, war meine Praxis ebenso unfokussiert, meine Haltung geriet unmerklich aus dem Lot und all dies bedurfte einer Korrektur.
Während unseres 3 Tage-Sesshins am Beginn dieses Monats und während unseres monatlichen eintägigen Mini-Sesshins letzten Samstag habe ich beobachtet, dass dies wieder und wieder passierte. Wann immer der Blick unfokussiert wurde, begann die Praxis abzuschweifen. Mit unfokussierten Augen wandert der Geist umher und die Haltung verändert sich. Das erneute Fokussieren der Augen half mir, wieder alles in die richtige Ordnung zu bringen.
Einmal hörte ich, wie mein erster Lehrer die Frage beantwortete, ob die Augen offen oder geschlossen sein sollten. Er sagte, wenn die Augen geschlossen wären, sei das so, als würde man sagen, dass das, was in unserem Kopf ist, wichtiger sei als das, was draußen ist. In der buddhistischen Praxis müssen wir beide Seiten gleich stark betonen. Das ist sehr wichtig.
Seit Kurzem bin ich also davon überzeugt, dass buddhistische Praxis die Praxis ist, die Augen offen und fokussiert zu behalten.
*Englischer Original Titel: “Open Your Eyes See The Lies Right In Front Of You“ - Song Text der Band Lords of the New Church; Sänger Stiv Bators, Ex-Mitglied der Band The Dead Boys aus Cleveland.
Dienstag, 15. August 2006
Mister Spock

Ich bin unten in Dallas und besuche meine Eltern. Da mein Vater und ich uns immer gerne zusammen Star Trek anguckten, kaufte ich, als wir hier in einer Videothek waren, die DVD: Star Trek: The Motion Picture (ST:TMP) - Director's Edition gebraucht, für 8 Dollar. Nun weiß ich, dass ST:TMP der langweiligste aller Star Trek Filme ist. Aber die Extras sahen sehr interessant aus. Aufgrund meiner Arbeit bin ich daran interessiert, wie Star Trek von einem Kult Objekt zu einer großen Film Marke wurde.
Egal, hier ist meine Bewertung der Dirctor's Edition DVD. Als erstes, CGI ist Scheiße! Als ich die DVD kaufte, wusste ich nicht, dass die Star Trek Typen, genauso wie die Star Wars Typen, die alten Spezial Effekte [aus den Originalfilmen] mit Computer Technik "verbesserten". Wenn ich einmal Präsident der Welt bin, wird dies unter Todesstrafe stehen. OK, sicherlich sehen die Effekte sehen "realistischer" aus – was immer das bedeutet. Aber sie verlieren jegliche Persönlichkeit und Geschmack und verwandeln sich stattdessen in gewöhnlichen Mist. Sicherlich mag die mit Photoshop® entwickelte, futuristische Kulisse von San Fransisco (Zuhause des Sternen Flotten Hauptquartiers) "realer" aussehen als die alten bemalten Kulissen, also, die sehen eher aus wie eine Photographie. Aber es ist trotzdem oberbeschissen. In einem Teil der Extras kommentieren all diese selbstgefälligen CGI "Künstler", wie sie die alten Effekte verbessert haben. Es ist widerwärtig. Man kann gar keinen Vergleich anstellen zwischen den Effekten, die von echten, schwitzenden Menschen mit echten Objekten geschaffen wurden und denen von Leuten, die den ganzen Tag vor Bildschirmen sitzen und ihre Mäuse klicken. Da ist mir ein Raumschiffmodell aus Plastik, das an einer Klaviersaite vor einem gemalten Himmel hängt, tausendmal lieber als dieser CGI Mist.
Tiefer Atemzug.
Eine Sache, über die ich immer nachdenke, wenn ich mir Star Trek ansehe, ist die Art und Weise, wie die verschiedenen außerirdischen Charaktere die Vorstellungen der Produzenten von verschiedenen Kulturen verkörpern. Die Klingonen sind völlig offensichtlich Sowjets aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Romulaner scheinen die Chinesen zu sein. Die Vulkanier, davon bin ich überzeugt, repräsentieren die japanische Art des Zen Buddhismus. Nebenbei, die Japaner als Land, wurden in den 80ern von den Borg verkörpert. Sie sehen sich alle ähnlich, handeln als Gruppe und versuchen jeden zu assimilieren.
Am Anfang von ST:TMP sehen wir, wie Mister Spock gerade sein Vulkanier Training abschließt, welches alle Spuren von Emotion ein für alle Mal entfernen wird. Aber als er eine Präsenz fühlt, die ihn aus dem Weltraum ruft, lehnt er es ab ein Abschluss Zertifikat anzunehmen. Um mehr über den Rest des Plots herauszufinden, kannst du bei imbd (The Internet Movie Database) nachsehen. Aber am Ende stellt Spock fest, dass die wahrhaftige Wahrheit nicht darin besteht seine Emotionen loszuwerden, sondern sie zu bereitwillig anzunehmen.
Gene Roddenberry hat den Buddhismus nicht wirklich verstanden. Aber es ist klar ersichtlich, dass er viele Bücher darüber gelesen hat. Er heiratete sogar mit einer buddhistischen Zeremonie in Japan. Ich würde sogar die Vermutung riskieren, dass die Bücher, die er über Zen gelesen hat, hauptsächlich von D.T. Suzuki und Alan Watts waren. In diesen Büchern muss er sicherlich der buddhistischen Idee begegnet sein, Emotionen zu unterdrücken. Aber, da er niemals wirklich erfahren hat, was das heißt, hatte er nicht die Chance es sich anders vorzustellen, als dass das Loswerden von Emotionen eine Person in sowas wie einen Roboter verwandelt.
Das macht es nicht. Es ist sehr schwer, diese Sache zu erklären. Es könnte sein, dass das Wort "Emotion" selbst zu Konfusion führt. Es ist eine natürliche Reaktion zu lachen und zu weinen. Aber wir tendieren dazu, unsere natürlichen Reaktionen durch Gedanken zu manipulieren, sie in das zu verwandeln, was wir Emotionen nennen. Wir halten weit länger an unserem Glück und unserer Traurigkeit fest, als es gesund ist. Wir sehnen uns nach Glück und haben Angst vor Traurigkeit, wodurch wir den Großteil unseres Lebens verpassen, der weder sehr glücklich noch sehr traurig ist. Wir sehnen uns nach emotionalen Hochs und Tiefs.
Wenn wir diesen "emotionalen Missbrauch" vermeiden, wird unser Leben stabiler und angenehmer werden. Ich habe noch nie einen Zen-Übenden gesehen, der sich in ein stahlkaltes Alien verwandelt hätte, wie Mister Spock am Anfang von ST:TMP eines ist.
Wie auch immer. Egal, zurück zur Besprechung der DVD. Trotz der Tatsache, dass die CGI-Überarbeitung Scheiße ist, gefällt die ST:TMP DVD durch ihre Extras. Du bekommst ein paar kurze Clips der "verschwundenen" Star Trek Serie, Star Trek: Phase II, welche es niemals zur Produktion schaffte. Sieht so aus, als hatten sie vor, die alten Mini-Rock Uniformen und all den Kram zu benutzen. Hubba-hubba. Zu schade, dass sie die Idee für die futuristischen Pyjamas verworfen haben, die alle im Film tragen. Ich habe noch keinen Blick auf die gelöschten Szenen geworfen, aber es ist schwer sich vorzustellen, dass dieser Film einst noch länger war, als er jetzt ist. Eine Dokumentation zeigt ein paar von den Spezialeffekten, bevor sie "verbessert" wurden. In jedem Falle sind die Originale weit überlegen. Sie hätten einem die Option geben sollen, die nicht verbesserte Version anzusehen. Der neue Sound Mix ist viel klarer, daher werde ich ihnen das verzeihen, obwohl die Musik im Verhältnis zum Dialog viel lauter ist. Ich musste den Sound immer lauter stellen, wenn jemand redete, und leiser bei jedem musikalischen Bombast.
Alles in allem habe ich die DVD genossen, und wenn´s nur wegen der Gelegenheit war, mich über sie zu beschweren.
ADDENDUM: Seht Ihr, ich kenne Fremdwörter! Hmmm..., aber das ist wahrscheinlich falsch geschrieben. Egal, ich habe noch mal einen Blick auf die Extras der DVD geworfen und entdeckt, dass alle nicht überarbeiteten Special Effekt Szenen in den Extras, unter der Kategorie "gelöschte Szenen", zu finden sind. Also, wenn ich Präsident der Welt bin, werde ich das berücksichtigen und die Produzenten dieser Scheibe möglicherweise verschonen.
Montag, 7. August 2006
Baby, mir ist langweilig
Die heutige Ausgabe der Los Angeles Times hat als Titelgeschichte „Von allem unbeeindruckt: Eine Multitasking-Generation ist nicht einfach zu unterhalten.“ Der Artikel, den du online lesen kannst, indem du auf den Titel dieses Artikels klickst, braucht über 3 Seiten, um uns zu informieren, dass trotz einem noch nie da gewesenem Angebot zu fast grenzenloser Unterhaltung bloß ‘nen Mausklick entfernt, die jungen Leute von heute von dem gelangweilt sind, was angeboten wird. Das ist nichts wirklich Neues. Bruce Springsteen hatte 1992 einen Song, der „57 Kanäle und nichts los“ hieß. Und schon lange davor haben Menschen bemerkt, dass 3 Sender und eine Handvoll UHF-Kanäle, die rund um die Uhr herum plärren, nicht viel anzubieten haben. Dennoch scheint die grundlegende Idee welche die Informations-Revolution (oder wie auch immer wir es nennen) antreibt, immer noch zu sein, dass wenn es nur ein paar Kanäle/Webseiten/Blogs, etc. mehr gäbe, wir in der Lage sein könnten zumindest eine interessante Sache unter all dem Lärm zu finden. Ist bis jetzt nicht passiert. Ich wette, es wird nie passieren.
Der Artikel kam am selben Tag heraus, an dem Nishijima einige neue Sachen über seine Kindheit in seinen Blog gestellt hat. Er schreibt: „Es wurde zu einer Gewohnheit für mich, draußen umherzuwandern, ins Kino zu gehen, nach gebrauchten Büchern zu suchen und so weiter. Kurz gesagt, es wurde sehr schwierig für mich, mein tägliches Leben zu regeln und obwohl es sehr unangenehm für mich war, war es mir völlig unmöglich mich selbst in Ordnung zu halten.“ Also selbst vor fast hundert Jahren machte es Menschen nicht glücklich, ziellos umherzuwandern und nach Zerstreuung zu suchen.
Und hier sitze ich, und tippe sinnlos drauf los für ein Publikum aus gelangweilten Internet-Surfern, die sprunghaft von Blog zu Blog surfen, in der Hoffnung in diesem Schneesturm aus Lärm und Müll über etwas Brauchbares zu stolpern.
Heutzutage ist mein Gefühl, dass es eine Grenze für die Menge an nützlichen oder selbst interessanten Stoff da draußen gibt. Zum Beispiel fragen mich oft Leute nach Buchempfehlungen, um ihr Verständnis des Buddhismus zu vertiefen. Ich nenne immer dieselbe Handvoll Bücher. Grundsätzlich Dogens Shobogenzo, Shunryu Suzukis Zen-Geist, Anfänger-Geist, Nishijimas To Meet The Real Dragon falls du es finden kannst und das ist es im Großen und Ganzen. Ich weiß, es gibt einen Haufen Zeug in der Buddhismus-Ecke eines jeden gut bestückten New-Age Buchladens. Aber wann immer ich diese Bücher durchblättere, geschieht es selten, dass mir etwas als wert erscheint, es mit nach Hause zu nehmen und ihm meine Zeit zu opfern. Manchmal kaufe ich mir ein geschichtliches Ding, wie Hajime Nakamuras Gautama Buddha Serie. Aber das ist eher deswegen, weil ich nicht so vertraut bin mit der Geschichte des Buddhismus, wie ich es sein sollte. Andererseits lese ich am liebsten Sachen wie One Fine Stooge, eine neu erschienene Biographie von Larry Fine über die Drei Stooges (Ohne Witz, ich liebte dieses Buch). Außerdem habe ich gerade eins angefangen, das Guilty Pleasures of the Horror Film heißt und ungefähr 10 Jahre alt ist, aber ich habe es erst jetzt entdeckt. Es gibt ein ganzes Kapitel über die Entstehung des Films Als die Dinosaurier die Welt beherrschten!
Das meiste was in der Rubrik Buddhismus veröffentlicht wird, kann ich nicht mit Gefallen lesen. Es ist normalerweise abgedroschen und langweilig, wenn nicht total widerlich. So weit ich das beurteilen kann, ist es ein weiterer Fall von 57 Kanäle und nichts los. Klar, es mag viele gute Sachen da draußen geben, die ich noch nicht bemerkt habe; da ich mich so selten in die Buddhismus Ecke wage ist das gut möglich.
Die schiere Menge an Information die heute existiert, verleitet zu dem Hang, sich niemals gründlich mit einer Sache auseinander zu setzen. Ich meine, wie kannst du tausend Stunden dafür verwenden, eine Sache zu studieren, wenn es soooo viel anderes da draußen gibt? Wie kannst du dich zum Beispiel mit Zazen zufrieden geben, wenn es Eine-Quadrillionen anderer Meditationstechniken gibt, die darauf warten, entdeckt zu werden?
Ich kenne das Gefühl. Aber ich habe auch gelernt, dass der einzige Weg um zu verstehen worum es im Zen geht, der ist, sich für eine lange Zeit sehr intensiv damit zu beschäftigen. Anders geht es nicht. Ich sehe ständig Möchtegern-Meister mit kilometerlangen Einträgen in ihren Lebensläufen von Meditationsschulen, in denen sie Erfahrung haben. Ich kann mich nur wundern, wie ein Typ, der vielleicht 45, 55 oder 75 Jahre alt ist, so viele Traditionen studiert haben kann, obwohl jede einzelne Jahrzehnte der Anstrengung benötigt, um sie wirklich zu verstehen.
Heutzutage haben wir eine dermaßen große Auswahl, dass wir meinen, es wäre unbedingt notwendig alles auszuprobieren und zu erleben. Aber ist das so? Kannst du’s? Ich würde mir lieber das White Album der Beatles zum 177xten Mal anhören, als mir 176 Mal scheiß Musik anzuhören.
Wie kannst du das Richtige wählen, dem du dich widmen willst? Ich fürchte, das bleibt dir überlassen. Für mich war es so, als ich das White Album zum ersten Mal hörte wusste ich, dass es eine Platte war, die ich mir immer wieder anhören würde. Als ich das erste Mal das Herz-Sutra hörte, wusste ich, dass die Sache es wert war, sie weiter zu untersuchen. Was wäre also gewesen, wenn es eine Millionen Milliarden anderer Dinge gegeben hätte, die um meine Aufmerksamkeit konkurrierten? Ich hätte keine Zeit für sie.
Wie auch immer, das ist mein Senf dazu. Jetzt habe ich richtige Arbeit zu erledigen. Bis dann!